Donnerstag, 12. Februar 2009

Totale Finsternis

Sei bereit

Manchmal in der Nacht
fühl ich mich einsam und traurig
doch ich weiß nicht was mir fehlt

Sei bereit

Manchmal in der Nacht
hab ich fantastische Träume
aber wenn ich aufwach quält mich die Angst

Sei bereit

Manchmal in der Nacht
lieg ich in Dunklen und warte
doch worauf ich warte ist mir nicht klar

Sei bereit

Manchmal in der Nacht
spür ich die unwiderstehliche Versuchung
einer dunklen Gefahr

Sei bereit Sternkind...

Ich hör eine Stimme die mich ruft
Sei bereit Sternkind...

Ich kann eine Stimme hörn...

Sei bereit

Manchmal in der Nacht fühl ich die Macht eines Zaubers der mich
unsichtbar berührt

Sei bereit

Manchmal in der Nacht bin ich so hilflos und wünsch mir es käm einer
der mich führt und beschützt

Sei bereit

Manchmal in der Nacht
kann ich es nicht mehr erwarten
ich will endlich eine Frau sein und frei

Sei bereit

Manchmal in der Nacht
möcht ich Verbot'nes erleben
und die Folgen sind mir ganz einerlei

Sei bereit Sternkind...

Ich hör eine Stimme die mich ruft

Sei bereit Sternkind...

Ich spür eine Sehnsucht die mich sucht...

Sich verliern heißt sich befrein
du wirst dich in mir erkennen
was du erträumst wird Wahrheit sein
nichts und niemand kann uns trennen
Tauch mit mir in die Dunkelheit ein
zwischen Abgrund und Schein
verbrennen wir die Zweifel und vergessen die Zeit ich hüll dich ein in meinen Schatten
und trag dich weit
du bist das Wunder
das mit der Wirklichkeit versöhnt

Mein Herz ist Dynamit
das einen Funken ersehnt

Ich bin zum Leben erwacht
die Ewigkeit beginnt heut Nacht
die Ewigkeit beginnt heut Nacht

Ich hab mich gesehnt danach mein Herz zu verliern jetzt verlier ich fast den Verstand
Totale Finsternis
ein Meer von Gefühl und kein Land
Einmal dachte ich bricht Liebe den Bann
jetzt zerbricht sie gleich meine Welt
Totale Finsternis
ich falle und nichts was mich hält

Sei bereit

Machmal in der Nacht
denk ich ich sollte lieber fliehn vor dir
solang ich es noch kann

Sei bereit

Doch rufst du dann nach mir
bin ich bereit dir blind zu folgen
selbst zur Hölle würd ich fahren mit dir

Sei bereit

Manchmal in der Nacht
gäb ich mein Leben her für einen Augenblick
in dem ich ganz dir gehör

Sei bereit

Manchmal in der Nacht
möcht ich so sein wie ich dich haben will
und wenn ich mich selber zerstör

Sei bereit Sternkind...

Ich hör eine Stimme die mich ruft

Sei bereit Sternkind...

Ich spür eine Sehnsucht die mich sucht...

Sich verliern heißt sich befrein...
(bis ... was mich /uns hält)
Totale Finsternis
ich glaub ich verlier den Verstand



Copyright: Tanz der Vampire - Musical


Ich weiß, das Lied hat eigentlich eine andere Bedeutung, aber für mich ist es, wie ein Zwiegespräch mit meiner Klinge! Einerseits fürchte ich mich vor ihr, andererseits ist sie der wertvollste Schatz, den ich besitze

Die absolute Leere

Seit ein paar Tagen ist ein neues Gefühl da, zumindest habe ich es das erste Mal wirklich wahr genommen: Absolute Leere. "Das chronische Gefühl von Leere" - ein Borderlinesyndrom!

Das tut weh, das tut wirklich verdammt weh. Es fühlt sich an, als würde aus meinem Bauch herausgenommen, jedes Blutgefäß, jeder Nerv, jede noch so kleine Zelle. Und als wäre Säure anstatt dessen drinnen sein, die aufsteigt und das tut weh, das erschwert das Atmen. Säure frisst dich auf und genauso fühlt sich das an, als würde von innen heraus auflösen. Ich versuche mich festzuhalten, aber das Gefühl geht nicht weg. Ich bin nahe am Verzweifeln!

Ich will dieses Gefühl nicht, denn es ist neu, ich weiß nicht, wie ich dagegen kämpfen soll, ein neuer Feind, aber wie soll ich ihn besiegen? Er macht mich ja noch schwächer.

Ich weiß nicht, was mit mir los ist, aber seit Tagen fließen Tränen und diese Tränen sind zur Abwechslung mal nicht rot, sondern stinknormale Tränen, aber ich weiß nicht wieso. Ja, ich bin kreuzunglücklich und möchte einfach nur mehr schlafen, aber die Tränen kommen einfach so, ohne Grund. Ich kenne weinen nur anders, mit Grund und zumindest mit Geräuschen wie Sniefen oder jammern, aber diese Tränen fließen einfach, vollkommen lautlos, wie wenn das Auge einfach tränen würde. Ich spüre aber, dass die Tränen von der Seele kommen. Ich glaube, die Leute auf der Straße denken sich einfach, ich hab irgendetwas ins Auge bekommen, weil einfach von jetzt auf gleich Tränen fließen, lautlos. Ich verstehe das nicht. Ich weiß, weinen ist gut, aber doch nicht so ganz ohne Grund und nicht so lautlos. Fang ich vielleicht an zu verarbeiten? Das wäre die einzige logische Erklärung, dass ich wieder weinen kann. Warum dann aber nur lautlose Tränen, ohne Anlass? Das ist doch kein Verarbeiten! Es ist fast so, als hätte jemand ein Loch gemacht, durch das die Tränen jetzt einfach rausfließen. Und wie soll ich verhindern, dass das auch in der Arbeit geschieht? Die müssen dann ja denken, ich bin absolut wahnsinnig, wenn ich einfach so zum Heulen anfange, noch dazu lautlos...

Ich weiß nicht mehr weiter...

Dienstag, 10. Februar 2009

Die Klinge

Alleine zu sein, egal wie viele um einem herum sind. Das widerlichste Gefühl auf dieser Welt. Sich selbst zu befehlen, einen Schritt zu gehen, weil man seine Beine nicht spürt und sie nur mit immenser Willenskraft bewegen kann. Die Hölle auf Erden zu erleben, zu durchleben. Immer mit einer Art Schleier unterwegs zu sein, durch den kein freundlicher Sonnensstrahl dringen kann. Alles immer nur als dunkel und düster wahrzunehmen. Ständig diese furchtbare Müdigkeit, weil es schon so verdammt viel Energie kostet, aus dem Bett zu kommen. Geisel seiner Gedanken zu sein, die dir so unmögliche Sachen befehlen. Jeden einzelnen Tag deines Lebens um dein Überleben zu kämpfen, einen Kampf, den nur du alleine führen kannst und musst, einen Kampf gegen dich selbst, gegen deine Krankheit. Nur dann in der Lage zu sein, dich selbst zu spüren, nur dann einen Moment des Glücks zu fühlen, einen Moment der Erleichterung und der Befreiung, einen Moment der Entspannung. Diesen Moment zu erleben, der dir beweist, dass du lebst und nicht schon tot bist, diesen Moment zu erleben, der dir unendlichen Erfüllung bedeutet. Und dann auf deinen Arm, dein Bein oder deinen Bauch herunter zu sehen und dein Blut zu sehen, das einzige Gefühl, dass du noch wahrnimmst, das Fließen deines eigenen Blutes. Du fängst an das Blut zu riechen und du schaust ihm einfach zu, wie es sich seinen Weg hinunter bannt. Du betrachtest dann die Klinge in deiner Hand, auch sie ist blutverschmiert. Sie ist deine beste Freundin, SIE ist da, wenn du sie brauchst, SIE ist immer da, und zwar nur für dich, du hast keine Konkurrenz, denn die Klinge, sie gehört dir und sie gehört ZU dir. Sie verschafft dir einen Augenblick unglaublicher Erfüllung, einfach ein gutes Gefühl. Sie versteht dich, du musst ihr nicht erklären, wieso du das tust, denn sie versteht. Manchmal ruft sie nach dir und du kannst nicht anders, als zu ihr zu gehen und sie zu benützen, denn sie ist ja deine beste und treuste Freundin, sie ist immer da und du tust alles, damit sie ja nie wieder weggeht, damit sie dich nicht verlässt. Du willst sie und du brauchst sie und das weiß sie, sie hat eine ungeheure Macht über dich, aber das ist egal, denn sie will dir ja eh nur Gutes. Sie ist die einzige deiner Freunde, die dir hilft, denn sie tut was gegen diese Betäubung, die in dir ist und in der du bist. Deine anderen Freunde, sie können das nicht tun, sie können dich nicht fühlen lassen, die Klinge schon und sie weiß genau, wann du das brauchst und wie viel du davon brauchst und du musst absolut gar nichts mehr tun, denn sie tut es für dich, du musst nur geschehen lassen, sie verlangt nichts für ihre Dienste, nur eine einzige Sache und zwar, dass du sie nicht mehr verlässt, du musst ihr ewige Treue schwören, das tust du aber mit Leichtigkeit, denn du weißt, dass die Klinge dir niemals Böses antun würde, sie will dir nur helfen und für dich da sein und sie hilft dir wirklich und ist wirklich für dich da, egal an welchem Tag der Woche und zu welcher Zeit. Sie ist immer da, einfach immer!!! Nur irgendwann wird sie dich umbringen, du wei0t das, aber du kannst trotzdem nicht aufhören sie zu lieben!