Montag, 26. Juli 2010


Nimm mich in den Arm,
aber - bitte - fass mich nicht an!

Komm mir nicht zu nah,
ich würde dich nur verletzen!

Gib mir deine Hand, aber lass
sie lieber wieder los.
Ich möchte dich nicht mitziehen!

Samstag, 23. Januar 2010

Eine Geschichte - verfasst von mir

„Bitte! Bitte lass mich in Ruhe!“ „Warum sollte ich? Du bist doch selbst schuld. Du machst mich immer so rasend vor Wut!“

Gerhard, mein Lebensgefährte und ich hatten wieder einmal Streit. Wie definiert man Streit normalerweise? Ich würde sagen eine Meinungsverschiedenheit, die sich etwas zuspitzt. Doch bei uns war das anders. Es war nicht, wie in typischen Familien. Bei uns hatte dieses Wort, Streit, eine ganz besondere Bedeutung. Dieses Vokabel war in dieser Beziehung gleichzusetzen mit Tränen, mit Wut, mit Trauer, mit Demütigung und mit Schlägen.
Mit Schlägen für mich!

Angefangen hat alles wunderschön, bis es eines Tages die Hölle auf Erden wurde.
Ich war noch sehr jung, als ich ihn kennen lernte und es war Liebe auf den ersten Blick.
Wie in jedem Märchen fing es an. Wir sahen uns, wir sprachen miteinander und wir verliebten uns, wir küssten uns, wir kamen uns näher und wir landeten irgendwann zusammen im Bett.

Nur dass dieses persönliche Märchen leider kein Happy End hatte. Es war als wären das Gute und das Böse in meiner Geschichte zu einer Person verschmolzen und diese Persönlichkeit war mein Lebensgefährte, mein Vertrauter, mein Freund. Ich würde ihn nicht als etwas Böses bezeichnen, denn das war er bei Gott nicht. Gerhard konnte zärtlich und mitfühlend sein, er konnte liebevoll und unterhaltsam sein. Leider konnte er auch gemein, beängstigend, demütigend und gewalttätig sein. Genau deswegen befand ich mich in einem inneren Konflikt. Ich liebte ihn für den Menschen, der er war, aber ich hasste ihn für die Dinge, die er mir antat.

Er hatte es geschafft, dass ich nur mehr ein Schatten meiner Selbst war, man konnte mich nicht mehr als das Individuum erkennen, das ich früher war. Und er war schuld. Er hat mir jedes Selbstgefühl genommen, meine ganze Stärke und meinen ganzen Stolz. Wenn ich im Nachhinein nachdenke gab es Anzeichen für diese eine Charakterschwäche, die ihn leider ausmachte, die Gewaltbereitschaft. Nur damals, als diese Hinweise bemerkbar waren, konnte oder vielleicht auch wollte ich sie nicht erkennen.

Er hat mein Leben zerstört, das werde ich ihm niemals verzeihen. Mit jeden Schlag, mit jeder Demütigung hat er ein bisschen von mir selbst vernichtet, hat er mir ein bisschen von meiner Persönlichkeit einfach weggenommen. Meine Freunde, jedenfalls die, die übrig geblieben waren haben mir in dieser Zeit immer gute Ratschläge gegeben. Ich konnte sie nur nicht befolgen. Ich hatte Verlustängste und aus diesem Grund, aus diesen Ängsten heraus nahm ich das alles monatelang in Kauf. Ich wollte gehen, wollte fliehen, aber irgendetwas in mir schaffte diesen Schritt in die Freiheit einfach nicht.

„Wenn du mich nicht wütend gemacht hättest, hätte ich keinen Grund gehabt dich zu schlagen, zu vergewaltigen und zu demütigen!“ „Welchen Grund kann es für so was Abscheuliches geben?“ fragte ich mich nächtelang unter Tränen. „Was habe ich nur falsch gemacht, was habe ich so schreckliches verbrochen, das ich es verdient haben soll?“

Nichts habe ich verbrochen, das weiß ich jetzt, nur leider ist es zu spät. Ich habe mich umgebracht, die Pulsadern einfach aufgeschnitten und nach ungefähr einer Viertelstunde war alles vorbei. Diese Hölle, diese Furcht, es gab sie nicht mehr, aber es gab auch kein Leben mehr, tot, mit 18 Jahren. Auf meinem Grabstein steht: „Warum? Es hat doch nie Anzeichen gegeben!“ „Hat es sie wirklich nicht gegeben?“ frage ich mich!

Vergewaltigung und Missbrauch

Ja, auch ich bin missbraucht worden, von dem Menschen, der mich eigentlich lieben hätte sollen, stattdessen hat er mich misshandelt, missbraucht und vergewaltigt.

6 Jahre sind vergangen, weh tut es heute noch, als wäre es gestern gewesen. Ich glaube nicht, dass es jemals aufhören wird, weh zu tun!

Ich bin diesem Menschen nicht mehr böse - wirklich nicht!
Er kann es auch nicht mehr ungeschehen machen und ein "Tut mir Leid" kann ich nicht wirklich annehmen, denn davon kann ich mir nichts mehr kaufen!

Es fällt mir schwer über dieses Thema zu sprechen, auch zu schreiben.
Wer eine detaillierte Beschreibung vergessen will was genau, wie und wann passiert ist, der klickt bitte einfach weiter, denn das kann ich nicht und das will ich auch nicht im Internet veröffentlichen!

Ich glaube nicht, dass ich jemals vergessen kann, was mir damals angetan wurde ....

Anonyme Opfer

Nur ganz langsam fühlt sie sich wohl,
wenn er sie in die Arme nimmt,
denn ihr ständiger Begleiter ist diese Angst.
die sie hemmt.
Sie braucht ihn doch so sehr,
sie stößt ihn trotzdem weg.
wenn er einen Stein aus der Mauer bricht
zu ihrem Kerkerversteck.

Sie hat Angst vor Berührung,
Angst, sich anzuvertrauen.
Angst vor Enttäuschung,
vor Gewalt - gegen Frauen.

Sie duldet die Umarmung,
und bleibt dabei allein,
das Streicheln ist wie Feuer
brennt neue Narben ein.
Angst, davon zu reden, wie das damals
für sie war, denn Offenheit macht verletzbar,
ist Gefahr

Sie ist ein anonymes Opfer,
sie schweigt alles in sich rein.
Als anonymes Opfer hat sie große Angst.
ihren Schmerz ganz laut wegzuschreien.

Gefängnismauern wachsen mit jedem bösen Traum
und ersticken ihre Zärtlichkeit
im liebesleeren Raum.
Erinnerung zerfrißt die Seele und haßt den Leib,
und dann das Märchen von der Mitschuld,
ewig lockt das Weib.

Angst vor Zeigefingern,
vor Hinterrücks-Geschwätz,
vor der öffentlichen Meute,
die sensationsgeil - das Opfer hetzt.

Anonyme Opfer schweigen alles in sich rein.
Anonyme Opfer haben große Angst,
ihren Schmerz ganz laut wegzuschreien.

Männer sind die Täter, rücksichtslos - gemein.
Manchmal ist es schwer, sich nicht zu schämen,
ein Mann zu sein.

Copyright: Pur

Samstag, 9. Januar 2010

ICH KANN NICHT MEHR

Ich hab das Gefühl, dass ich absolut keine Kraft mehr habe, ich ich bin so müde, alles geht schief:

Ich hab kein Geld mehr (gibts wieder im Februar)
Psychisch gehts mir sehr schlecht.
Ich hab wieder nen Partner, der liegt grad krank in meinem Bett (Verkühlung) und tut so, als würde er st*rb*n und mein Exfreund versucht alles zu zerstören aus lauter Eifersucht und Wut!
Die Arbeit macht mich kaputt, es wird soviel verlangt und viel zu wenig dafür zurück gegeben!

Ich kann nicht mehr

Montag, 4. Januar 2010

Sternenkindertraumland



Die Sternenkinder waren heute ein wenig traurig. Da hatten sie so lange darum gebeten einmal einen kurzen Blick auf die Erde werfen zu dürfen und als es Ihnen gewährt wurde konnten sie die von ihnen so sehr geliebten Gesichter ihrer Erdeneltern in solcher Trauer sehen, dass es ihnen ganz schwer um die kleinen Herzen wurde. "Was sollen wir nur machen?" fragte ein kleiner bezaubernder Junge in die Runde! Alle hatten sich unter einen großen, bunt blühenden Schmetterlingsbaum gesetzt und überlegten. "Wir müssen Ihnen irgendwie sagen wie lieb wir sie haben und dass wir sie fest in unseren Herzen tragen" flüsterte ein Mädchen mit einer Stimme wie helles Glockenläuten "und das wir wissen das sie uns immer lieben!". "Aber wie?" fragten sie sich alle "Sie denken so fest an uns und sind mit Ihren Gedanken immer bei uns, aber diese Gedanken und die Trauer nehmen Sie völlig ein so dass kein Platz bleibt unsere Gedanken- und Traumworte zu verstehen."

Ein Mädchen, schön wie eine kleine Elfe weinte ein bisschen. "Ich habe meine Mami und meinen Papi doch so lieb und ich möchte so gerne, dass sie wissen das es mir gut geht hier bei euch - meinen Sternengeschwistern - in unserem Sternentraumland." Sie blickte sich um und sagte "Wenn Sie nur sehen könnten wie schön es hier ist! Wenn Sie nur wissen könnten, dass jede Träne die sie um uns weinen eine der wunderschönen, roten Rosen hier wachsen lässt." Die Kleine streichelte liebevoll eine der satten, vollen Rosenblüten "Wenn wir ihnen nur sagen könnten, dass jeder Traum den sie von uns Träumen einen neuen, glitzernden, warmen See entstehen lässt der aussieht wie der reinste Edelstein! Das jeder Gedanke den Sie an uns richten die Sonne ein klein bisschen heller und wärmer scheinen lässt und einen Sonnenstrahl gebärt!" Sie seufzte "das würde ich mir wünschen!" "Doch wie sollen wir es Ihnen sagen" rief ein Junge. Doch dann lächelte er "Ich weiß wie!" und alle rutschten ein klein wenig näher zusammen und er erzählte ihnen von seinem Plan: "Wir müssen jemanden finden der ein offenes Herz für uns hat und der an uns glaubt. Jemanden der uns lieben könnte, obwohl er uns nicht kennt! Dieser Jemand darf aber die schlimme Erfahrung die unsere geliebten Erdeneltern machen mussten, nicht erlebt haben denn sonst überwiegt wieder die Trauer und wir werden nicht gehört! Das ist mein Plan!"

Er blickte beifallsuchend in die Runde der Sternenkinder, aber der gewünschte Applaus blieb leider aus. "Das wird aber soooo schwierig!" "Wo sollen wir einen solchen Menschen finden?" "Viele auf der Erde denken doch sogar wir wären noch nicht mal richtige Kinder!" "Die meisten verschließen sich vor den Gedanken an uns und würden am liebsten leugnen dass so etwas sein kann!" "So jemanden finden wir nie!" Alle riefen durcheinander und es war ihnen anzusehen, dass sie nicht ganz an das Gelingen des Plans glaubten! Ein Junge der schon etwas größer war als die anderen und mit seinen himmelblauen Augen, den Sommersprossen auf der Nase und den kreuz und quer verwuschelten Haaren aussah wie der liebste Spitzbub den man sich vorstellen kann rief "Lasst es uns doch wenigstens versuchen! Wir sind doch nicht so wie die vielen Erdenmenschen die an nichts mehr glauben! Wir glauben doch an unsere lieben Eltern! Ich bin sicher wir werden jemanden finden! Ganz bestimmt!" Auch das elfengleiche Mädchen wischte sich die Sternschnuppentränchen aus den Augen und rief "Ja... lasst es uns versuchen!"

Die Sternenkinder flogen mit den großen, bunten Schmetterlingen zu Ihren Sternen und schickten sich an die Menschen zu beobachten um jemanden zu finden der auf sie hören würde und Ihren Eltern eine Botschaft von Ihnen überbringen könnte! Sehr lange saßen sie auf ihren Aussichtsplätzen und beobachteten die Welt! Was sie sahen machte sie mehr als einmal mutlos! "Es scheint als wäre die Erde von ignoranten, gefühllosen Menschen ohne jegliches Gespür bevölkert" dachte sich der süße Spitzbub der die Idee verteidigt hatte "vielleicht hatten die anderen doch recht?" seufzte er. "Aber es muss doch noch einen Menschen geben der außer unseren Eltern, Omis und Opis und Geschwistern an uns denkt" Sein Blick folgte einem Sonnenstrahl bis er auf der Erde auftraf und sein Herz hüpfte vor Freude!

Der Sonnenstrahl fiel direkt durch ein Bürofenster und an einem Schreibtisch sah er eine junge Frau an ihrem Computer sitzen. Der Junge fühlte sich sofort zu ihr hingezogen, wollte sie aber noch eine Weile beobachten, bevor er es den anderen sagen wollte um sicher zu gehen, dass sein Gefühl richtig war.
Die Frau schaute mit tränenblindem Blick auf den Monitor und der Junge rutschte auf dem fünften Zacken seines Sterns ganz nach vorne um sehen zu können was die Frau so traurig machte. Was er sah ließ ihn erschauern, die Frau schaute sich ein Bild eines Babys an! Und - das war unglaublich - das Baby war er! Die Frau schaute sich gerade seine Homepage an, die die Erdeneltern des Jungen liebevoll für ihn angefertigt hatten. Er sah wie sie immer noch weinte und mit dem Zeigefinger vorsichtig über sein Bild am Monitor strich, er konnte Ihre Berührung spüren wie sie ihm leicht an der Nase stupste und sein Gesicht streichelte. Er merkte, dass die fremde Frau ihm ganz nahe war. "Das ist sie!" jubelte er "Ich habe Sie gefunden! Sie ist genau die Richtige!"

Aufgeregt schickte er seinen Sternenschmetterling zu allen den kleinen leuchtenden Sternchen um die anderen Kinder zu benachrichtigen und so trafen sie sich kurz darauf wieder unter dem großen Schmetterlingsbaum, der niemals seine Blüten verlor und der Junge erzählte den Sternenkindern von der Frau und dass er ganz deutlich spüren konnte dass sie liebevoll an ihn und alle Sternenkinder dachte, obwohl sie sie nicht kannte! "Das ist ja wundervoll! Sie muss es sein" rief ein Mädchen und lachte ein glockenhelles Lachen, so glücklich war sie! Plötzlich war alles ganz einfach und jeder wusste was er zu tun hatte! Sie setzten sich alle im Kreis und fassten sich an den Händen! Da lagen kleine in großen Händen, weiße Hände in schwarzen und Mädchenhände in denen der Jungen! Ein Gefühl der Ruhe und der großen Freude durchdrang sie als sie die Augen schlossen und alle Ihre Gedanken, Ihre Träume und Ihre Worte an die geliebten Eltern an die fremde Frau schickten!

Ich saß gestern nach einem Tag voller Gedanken an die Sternenkinder zu Hause und beobachtete meine Sternenkinderkerze die ich gerade in liebevollem Gedenken an Kinder die ich nicht kannte angezündet hatte. Plötzlich überkam mich ein Gefühl der Leichtigkeit und des Glücks. Ich schloss die Augen und überließ mich diesem Gefühl völlig und wünschte das es nie aufhören möge! Ich hörte Kinderstimmen rein und klar wie ein Bergsee, ich hörte Kinderlachen das glockenhell in meine Seele drang und ich hörte zu! Lange hörte ich zu und heute schreibe ich die Geschichte auf! Liebe Sternenkindereltern, Eure Kinder sind immer in und um Euch und sie lieben Euch von ganzem Herzen! Sie spielen auf blühenden, bunten Wiesen fangen! Die schwimmen in silbernen Seen und essen die süßesten Früchte! Sie haben den Regenbogen für Ihre Rutschpartien und sie jagen den Sonnenstrahlen nach! Jede Eurer Tränen lässt eine rote Rose erblühen die Eure Kinder mit ihrer Schönheit und ihrem Duft erfreut! Jeder Traum den Ihr von Euren Kindern träumt erschafft einen klaren, im Sonnenlicht funkelnde See in dem Eure Kinder die Füße baumeln lassen und Papierschiffe segeln lassen! Jeder Eurer Gedanken an sie lässt die Sonne für Eure Kinder noch ein wenig wärmer und goldener scheinen und neue Sonnenstrahlen entstehen die sie an den Näschen kitzeln! Die Luft die eure Kinder atmen ist erfüllt von Ihrem glücklichen Lachen! Große, bunte Schmetterlinge sind Ihre Gefährten und tragen sie jubelnd durch die Lüfte! Sie schlafen auf Ihren Sternchen und lassen sich von dem warmen Licht einhüllen und eure Träume sind ihr Schlaflied!

JAHRESRÜCKBLICK 2009

Was hast du in diesem Jahr gelernt? Woran bist du gewachsen?

Dass ich kranker bin, als ich dachte. Dass wirklich mein gesamtes Leben aus Borderlineverhalten besteht. Dadurch habe ich aber auch verstanden, dass es ohne Therapie nicht geht.
Ich habe endlich gelernt gegen Borderline zu kämpfen und bin ein Stück erwachsen geworden und daran wohl auch gewachsen.

Womit hast du angefangen?

Endlich ernsthaft in der Therapie zu arbeiten

Worauf bist du stolz?

Niemals wirklich aufgegeben zu haben

Womit aufgehört/abgeschlossen?

Meine Mutter als Mutter zu sehen, sie schafft es offensichtlich nicht eine Mutter zu sein. Ich habe aufgehört dieses dringende Bedürfnis zu haben eine Mama zu haben!
Mit meinem Baby, denn es ist tot, es war verdammt schwer es zu begreifen, aber jetzt habe ich abgeschlossen.

Schönster Moment des Jahres?

Der Tag, als mein Freund mich gefunden hat und wieder etwas mehr Wärme und Liebe in mein Leben gebracht hat

Schlimmster Moment? (Und evtl. Erkenntnisse daraus?)

Der Tag, als mein ungeborenes Kind starb


Wem sagst du danke - und wofür?

Meinem Schatz, weil ich nicht denke, dass er mich jemals aufgeben wird. Weil er immer für mich da ist und an mich glaubt. Weil er meine Schwarz/weiße Welt einfach nicht akzeptiert und immer auf meine Bedürfnisse eingeht. Weil er der einzige Mensch ist, dem ich bedingungslos vertraue.

Was bringt 2010/ Was wünschst du dir für 2010?

Hauptsache besser und 365 Tage mit meinem Schatz